Wenn die Krise zum Alltag geworden ist đŸ€”

by Kathleen
Der Krisencheck, wenn die Krise zum Alltag geworden ist. Geschrieben von Kathleen Kolibius-König.

Wenn die Krise zum Alltag geworden ist, regieren Sparmaßnahmen und Angst dein Leben. Es gibt keine Ressourcen fĂŒr Innovation und keine Weiterentwicklung mehr, denn alles, was deinen Fokus bestimmt, sind Vorsichtsmaßnahmen, um morgen die nĂ€chste Krise bewĂ€ltigen zu können.
NatĂŒrlich wird die nĂ€chste Krise kommen oder das nĂ€chste Problem, erst recht, wenn du darauf wartest und vergisst, was deine erfolgreichen Jahre ausgemacht hat. Was genau war damals anders? Warum hat es soviel mehr Spaß gemacht, warum hatte man so viel Elan selbst am Sonntag durchzuarbeiten und empfand dabei Freude? Ich selber habe darauf lange herumgekaut, weil auch ich diese Phasen durchlaufen musste.

Empfindungen, die irre fĂŒhren

TatsĂ€chlich hat die letzte große Krise fĂŒr mich nie wirklich geendet, aber dafĂŒr meine Freude an dem, was ich immer so gern und so voller unerschöpflichen Elan gemacht habe. Eine besondere starke FĂ€higkeit von mir war immer der unerschĂŒtterliche Glaube daran, dass alles irgendwie wird, dass immer eine neue TĂŒr aufgeht, wenn eine andere TĂŒr sich vor deiner Nase verschließt. Mein liebstes Sprichwort ist, dass der steinige Weg mich zum Ziel fĂŒhrt und nicht der einfache. Ich habe mir sogar selbst laut gesagt, immer hoffentlich den steinigen Weg im Leben zu bekommen, damit ich besonders viel lernen kann und besonders viel erleben kann, dass ich mein Leben nicht öde oder voller spĂ€terer Reue sein wird.

Der natĂŒrliche Lauf

Das Leben ist nicht einfach und ich stand schon öfter vor einem Berg Schulden, dessen Vorstellung diesen abzuzahlen mir schier unmöglich schien. Aber es ist doch im Grunde dasselbe mit dem, was man erreichen kann, auch dies kann man sich unmöglich vorstellen. 😅
Ich hatte in meinen ersten Jahren so wenig Geld teilweise, dass ich einen Brief, den ich fĂŒr eine Förderung absenden wollte, auf der Poststelle nicht bezahlen könnte, weil mir 10 Cent fehlten. Die ich nicht bei mir hatte, aber auch nicht zu Hause. Ich hatte diese 10 Cent einfach nicht. Das hat mich selber sehr stark erschĂŒttert.

Wahrnehmung → Analyse → Lösung

Meine Lösung fĂŒr mein Problem war und ist immer die Klarheit, wenn ich diese verliere, verliere ich mich in Angst und trĂŒbsinnig auf meiner Couch oder wach abends im Bett liegen. Setze dich aktiv damit auseinander! Das verstehen, was gerade passiert, ist dein Weg das Problem anzugehen und zu lösen. Wenn du abwartest oder es ganz ignorierst, wird es dich belasten. Die VerdrĂ€ngung schafft Angst und die Angst wird zur erdrĂŒckenden Belastung bis hin zu Schlafstörungen und Panikattacken. Das ist kein erstrebenswertes Ziel.
Buchempfehlung: Das Erfolgsbuch: „Fang nie an aufzuhören!“

Klarheit im Nebel

Nichts ist entscheidender und als Erfolgsfaktor wichtiger als das Thema Klarheit, deshalb beschĂ€ftige dich mit der Krise, mit deinen Problemen. Sobald du merkst, dass du ins GrĂŒbeln kommst oder vor etwas Angst hast, nimm dir jetzt Zeit und schaue dir das Thema genau an.
BeschĂ€ftigen dich gerade deine Einnahmen und Ausgaben, so schaue dir deine ZahlenĂŒbersicht an. Ich baue mir dazu einen kompletten Ausgabenplan im Excel, wo alle Zahlen eingetragen werden die fließen, prozentuale VerhĂ€ltnisse zeigen mir wo ich gut liege und wo hohe Kosten entstehen. Baue dir deinen Jahresplan, der dir deinen Fokus und deine Ziele wieder klarer vor Augen fĂŒhrt. Auf alle FĂ€lle mach jetzt was! Danach wird es dir gleich besser gehen.
Auch ein eigenes Notizbuch, in dem du deine tĂ€glichen Gedanken festhĂ€ltst, ist ein sehr starkes Mittel, um sich Klarheit zurĂŒckzuholen, PrioritĂ€ten festzulegen und ÜberflĂŒssiges zu erkennen.
Der Weg ist das Ziel, alles geht immer nach und nach. Also wiederhole solche Analysen, die dir helfen Klarheit zu bekommen immer wieder.

Warum passiert das jetzt, wenn die Krise zugeschlagen hat, musst du einen klaren Kopf behalten, versuch Lösungen zu finden, die dich wieder auf Spur bringen. Von Kathleen Kolibius König

Eine Krise hat zwei Gesichter

Wenn die Krise nur noch in dem Kopf der GeschĂ€ftsfĂŒhrung besteht und nicht der RealitĂ€t entspricht, kann dies zu einer selbst erfĂŒllenden Prophezeiung werden, wenn das Management und die Mitarbeiter von Angst und Sorge getrieben werden und unangemessene Maßnahmen ergreifen, die die tatsĂ€chlichen Probleme des Unternehmens nur noch verschlimmern.

Um diese Situation zu Àndern, gibt es mehrere Schritte, die unternommen werden können:

  1. Ehrliche Analyse der tatsĂ€chlichen GeschĂ€ftslage: Es ist wichtig, eine objektive Analyse der tatsĂ€chlichen GeschĂ€ftslage durchzufĂŒhren, um festzustellen, ob es wirklich eine Krise gibt oder ob dies nur ein fĂ€lschlicher Eindruck ist. Es kann hilfreich sein, eine neutrale Person oder eine Beratungsfirma hinzuzuziehen, um eine objektive Sichtweise zu erhalten.
  2. Konzentration auf die StĂ€rken des Unternehmens: Anstatt sich ausschließlich auf Probleme und mögliche Risiken zu konzentrieren, sollten Sie sich auf die StĂ€rken des Unternehmens und auf mögliche Chancen konzentrieren. Auf diese Weise können Sie mögliche Wachstumschancen nutzen, um das Unternehmen zu stĂ€rken.
  3. Klare Kommunikation: Es ist wichtig, klare und ehrliche Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und GeschĂ€ftspartnern zu fĂŒhren, um Vertrauen und UnterstĂŒtzung aufzubauen. Offene Kommunikation und Transparenz können dazu beitragen, Ängste und Unsicherheiten abzubauen und das Vertrauen der Mitarbeiter und anderer Stakeholder zu stĂ€rken.
  4. Fokussierung auf Lösungen: Anstatt sich ausschließlich auf Probleme zu konzentrieren, sollten Sie sich auf Lösungen konzentrieren. Entwickeln Sie einen Aktionsplan, um die tatsĂ€chlichen Probleme zu bewĂ€ltigen, und setzen Sie klare Ziele, um das Unternehmen voranzubringen.
  5. Kontinuierliche ÜberprĂŒfung: ÜberprĂŒfen Sie regelmĂ€ĂŸig den Fortschritt des Unternehmens und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an. Ein regelmĂ€ĂŸiger Überblick ĂŒber die tatsĂ€chliche GeschĂ€ftslage kann dazu beitragen, dass das Unternehmen wieder in eine positive Richtung geht.

Zusammenfassend ist es wichtig, eine klare und objektive Analyse der tatsĂ€chlichen GeschĂ€ftslage durchzufĂŒhren und sich auf Lösungen und Chancen zu konzentrieren, um aus der Krise herauszukommen. Klare Kommunikation und regelmĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfungen können dazu beitragen, Vertrauen und UnterstĂŒtzung aufzubauen und das Unternehmen wieder in eine positive Richtung zu bringen.

Das Positive an einer Krise

Aber warum zwei Gesichter fragst du dich sicherlich? Na, weil du niemals mehr lernst als von einer Krise, wie bei einem Problem macht die Problemlösung dich stĂ€rker, erfahrener und selbstsicherer. Keiner kann dir so schnell wieder was vormachen in diesem Thema. Durch die große Not, die du empfindest in der schweren Zeit einer Krise, wirst du ĂŒber dich hinauswachsen und auf LösungsansĂ€tze kommen, die du normalerweise nie in Betracht gezogen hĂ€ttest.
Ehrlich gesagt bewundere ich schon immer alte und weise Menschen, die Wissen ausstrahlen und gelassen wie ein Fels in der Brandung bei jedem Problem die Ruhe selbst sind. Ist das nicht auch ein Lebensziel, sich Eigenschaften anzueignen und zu beherrschen, die man als etwas Besonderes empfindet? Dann akzeptiere das Problem oder die Krise, denn diese macht vor niemanden Halt, absolut jeder muss dadurch und hat sein PĂ€ckchen im Leben zu tragen, egal wie es nach Außen der Anschein ist.

Angst BewÀltigung

Schlucke deine Angst oder deine negativen Gedanken jetzt nicht runter. Akzeptiere sie als das, was sie sind. Dein FrĂŒhwarnsystem, denn es ist natĂŒrlich, dass dein Körper dich vor einer drohenden Gefahr bewahren möchte und das ist nichts Falsches. Lass den Gedanken zu und sage dir selber „ich habe dich registriert und schiebe dich aber jetzt behutsam beiseite, um konzentriert zu sein und etwas tun zu können.“

Traue dich, darĂŒber zu reden! Überwinde deinen Stolz und rede ĂŒber deine Krise und deine Probleme, was dich beschĂ€ftigt und beunruhigt. Mit vertrauten Personen und mit GeschĂ€ftspartnern. Bitte um Hilfe! Du wirst nicht glauben, was alles möglich ist. Und du wirst merken, wer wirklich ein guter Freund oder GeschĂ€ftspartner fĂŒr dich ist. Und von wem du lieber dich trennen solltest.

Ich verstehe das Problem nicht, wenn die Krise zugeschlagen hat, musst du einen klaren Kopf behalten. Kathleen Kolibius König

Selbst-Test → Krisen meistern!

Kontroll- und Hilfe-PDF zum selber AusfĂŒllen hier Download:

In dem PDF – DER KRISENCHECK – findest du Arbeitspapiere, um Krisen zu meistern. Mit dieser Hilfe fĂŒllst du einen ausfĂŒhrlichen Fragebogen aus und selber eine Auswertung ĂŒber Punkte du selber erstellen. Weiterhin enthĂ€lt den PDF eine ausfĂŒhrliche Hilfestellung fĂŒr dich, um Probleme und Problembereiche zu erkennen, eine Ursachenanalyse zu erstellen, eine KrisenprĂ€vention zu erstellen und dein Ziel, eine Krisenstrategie zu entwickeln.

Nach der Krise ist vor der Krise

Auch wenn du die Krise da ist, ist es nicht Ă€hnlich wie mit einem Problem? Probleme in groß und klein löst du jeden Tag, ob privat oder beruflich. Dir scheinbar kleine Probleme sind nicht wirklich etwas anderes als ein großes Problem. Nur deine Angst oder deine Reaktion gibt diesem eine andere Bedeutung.

Damit du vorbereitet bist, eine Krise besser frĂŒh zu erkennen und zu unterscheiden.

Arten von Unternehmerkrisen

  1. ÜBERLASTUNG – vom kreativem Überflieger → zum Chaos đŸ€”
    GrĂŒnde sind Überlastung und Belastung, fehlende Unterscheidung von wichtigen und unwichtigen Sachverhalten, keine Organisations- und FĂŒhrungsstrukturen.
    Typische Aussagen: Was soll ich als Erstes machen? Wer ist denn dafĂŒr zustĂ€ndig? Ich hab keine Lust mehr!
    TatsĂ€chlich treten diese Merkmale treten oft nach extremen Wachstum oder steigendem Erfolg auf. Deine Organisation muss aufgebaut, Regeln eingefĂŒhrt und Prozesse festgelegt werden. Es kann jedoch zahlreiche andere GrĂŒnde geben.
  2. KONTROLLVERLUST – von Autonomie → zur internen Konkurrenz 😓
    GrĂŒnde sind keine BerĂŒcksichtigung des gesamten Unternehmens, Bereiche und Abteilungen konkurrieren um Ressourcen, fehlende Steuerungsinstrumente zur Koordinierung.
    Typische Aussagen: Interne Konkurrenz entsteht „Mein Bereich!“, „Die Anderen!“, „Sind die Oben sind verantwortlich.“
    Die passiert oft nach einem schnellen RĂŒckgang des Wachstums binnen weniger Jahre. Unternehmen geraten in eine Stagnation. GrĂŒnde können auch das Ausufern der Organisation sein, um eine grĂ¶ĂŸere Kundenbasis bewĂ€ltigen zu können. Oder das Management ist zu weit vom Kunden entfernt.
  3. BÜROKRATISIERUNG – von der Abstimmungskultur → zur BĂŒrokratie đŸ˜”â€đŸ’«
    GrĂŒnde sind hoher bĂŒrokratischer Aufwand und langsame Prozesse durch Abstimmungsarbeiten. Verzögerung der ReaktionsfĂ€higkeit des Unternehmens auf MarktverĂ€nderungen. Lange Informationswege zwischen Markt und KundenwĂŒnschen. Zerstörung von individuellem Engagement durch BĂŒrokratie und Machtspielchen
    Typische Aussagen: Das ist schon die dritte Version! Wie viele Unterschriften benötigen wir? Wir mĂŒssen warten, bis die Unterlagen vom XY freigegeben sind.
    Das trifft typischerweise etablierte MarktfĂŒhrer, durch die gewachsene ĂŒberbordenden KomplexitĂ€t. Entscheidungen dauern zu lange und niemand ist fĂŒr das große Ganze zustĂ€ndig.

HĂ€ufig ist deine Mission oder Ziel abhandengekommen, was dein Unternehmen im Kern zusammengehalten hat und deinen Fokus aufrecht gehalten hat. Dein Wachstum geht rasant auf null zurĂŒck, die Finanzen erodieren und du scheint die Kontrolle verloren zu haben. Dein Unternehmen hat verlernt, agil und innovativ zu sein.

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